• Vom Leben und Sterben der Trauner Aus dem Dunkel der Zeit ins geschriebene Wort kommt Wolfgangen Trauner an den Ort zu Fusse des Hügels der einst die verfallene Burg Chapellen trug. Ein kleines Gotteshaus anbei, was kapella heißt. Capella zu Chapellen, aus Kappeln Kaipling und Kappellenn zu Khapelln, dann Cappeln, Khappelen zu Capell und Capeln zu Capellen, ein Kappeln das dann […]
  • Buchauszug “Der Verlust der Schwerkraft” Der Himmel das war die Küche meiner Großmutter. Der einzige Ort, an dem das Kind sich sicher wähnte und wohin es flüchtete, wenn Sturmwolken aufzogen im Haus nebenan, im Haus der Eltern. Der Himmel das waren die Semmelknödel, die ihre, von Altersflecken übersähten Hände und von der Gicht gekrümmten Fingern, zu köstlich flauschigen Bällen rollten, […]
  • Tage des Frosts Tage des Frosts lagen über dem Land. Mühselig erhob sich der Morgen eines sonnenlosen Tages aus dem Nebel einer sturmgebeutelten Nacht. Die dunkelschwarzen Stämme der uralten Wächter des Waldes verloren ihre Gestalt, verschwammen in undurchdringlichen Nebelschwaden und hörten auf zu sein. Grabesstille. Die Totenstarre eines nicht enden wollenden Winters in der alles Leben unter einer […]
  • Aus Chaos geboren Ex Caligine Chaos Ex Chao et Caligine – Nox Dies Erebus Aether Ex Nocte et Erebo – Fatum Senectus Mors Letum Ex Aethere et Die – Terra Caelum Mare Ex Aethere et Terra – Dolor Dolus Ira Luctus Mendacium Ius iurandum Ultio Intemperantia Altercatio Oblivio Socordia Timor Superbia Incestum Pugna Aus Nebel erwachte Chaos Aus Chaos und Dunkelheit erwuchsen Nacht […]
  • Die Mär vom guten Nazi Bürgermeister Die goldene Taschenuhr, die schon seinem Großvater gehörte, zeigt 19.47 Uhr an, als aus dem Radiogerät die Stimme Kurt Schuschniggs ertönt. Dieser spricht aus dem Ecksalon des Kanzleramtes am Ballhausplatz in ein Radio-Mikrofon, welches nur wenige Meter von jener Stelle aufgestellt ist, an der 1934 Engelbert Dollfuß verblutete. Eine Rede von zwei Minuten und 52 […]