Heilige Jungfrau Maria Gottes

SamstÀglicher Gottesdienst, 17.00 Uhr Pfarrkirche Grieskirchen

Anwesend:
Pfarrer Josef Gemainer (Pfarrer)
GottesfĂŒrchtige Grieskirchner (GG) unter ihnen
Frau B., Zwiesprache mit Jungfrau Maria haltend (FB)
Gruppe unschuldiger Kinder (GUK)

Der Pfarrer erhebt seine HĂ€nde zum Herrn.

Pfarrer: Erhebt euch zu Ehren des allmÀchtigen Gottes und lasst uns miteinander beten!

Die Pfarrgemeinde erhebt sich.

Pfarrer: AllmĂ€chtiger Gott, Herrscher des Himmels und der Erde, du bist die Sonne unserer Welt, du scheinst in unseren Herzen und auf uns SchĂ€fchen herab. Du machst uns frei von der Sorge um uns selbst und stellst uns in deinen Dienst. Gib dass wir alle, die Gemeinschaft der GlĂ€ubigen, die wir hier in unserer Stadt Grieskirchen zusammenleben, deinen Willen vollstrecken bis zum JĂŒngsten Tag, wenn die Verstorbenen unserer Gemeinde aus ihren GrĂ€bern auferstehen werden und du richten wirst die Lebenden sowie die Toten. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Frau B.: Amen

Die Gemeinde setzt sich wieder wÀhrend Frau B. sowie einige alte Betschwestern in den vordersten Reihen, auf die Knie fallen, die HÀnde falten und darauf mit geschlossenen Augen ihren Kopf ruhend legen.

GG: Ich glaube an Gott, den Vater, den Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel. Er sitzt zur Rechten Gottes, des allmĂ€chtigen Vaters. Von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der SĂŒnden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen

Pfarrer: Maria, du Heiligste aller Frauen, Gebenedeite Gottesmutter, unbefleckte Jungfrau voller Gnaden, hab Mitleid mit uns armen SĂŒndern, die wir nicht wĂŒrdig sind, einzugehen unter dein Dach, doch flehen wir dich an, erhöre unsere Bitten.

FB: Heilige Maria Mutter Gottes, ich bitte dich, in der Stunde meiner Not, meiner großen Not und unsĂ€glichen Leid, welches ich tĂ€glich zu tragen habe, erhöre meine Bitte.

GG: GegrĂŒĂŸet seist du, Maria, voll der Gnaden, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte fĂŒr uns SĂŒnder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Eine Gruppe unschuldiger Kinder, MÀdchen und Jungen erhebt sich zögernd aus den KirchenbÀnken und nimmt Aufstellung um den Priester herum, der mit ausgestreckten HÀnden zur lebenden Manifestation des Kreuzes Christi wird.

Ein dicker dunkelhaariger Bursch mit Pausbacken tritt vor und liest stotternd von einem Zettel ab.

GUK: Liebe Gottesmutter. Wir bitten dich, mach dass die Menschen sich nicht streiten, weil bald Weihnachten ist. Mach, dass alle Menschen in Grieskirchen sich gut verstehen und auch in unserer Familie niemand was böses sagt. Heilige Mutter Gottes, erhöre meine Bitte.

Frau B.: Heilige Mutter Gottes. Du weißt, ich habe immer zu dir gebetet und dich fast niemals um etwas gebeten und du weißt ja auch, dass ich eine Mutter bin, die wie du, alles gibt und nichts nimmt und allen hilft. Mein Leiden durch diese Person, dieser Mensch, die Oma ist untragbar geworden. Du hast uns die katholische Schwester im Marienheim geschickt, die merkte, als wir ins Heim kamen, wie schlecht es Papa und auch mir ging, und so sprach sie mit uns, denn sie wusste, wie böse diese Person auf uns war. Und so gabuns die geistliche Schwester einen Rat. Sie sagte, dass das Herz dieses Menschen Oma hat keine Zuneigung kennt, es ist aus Stein! Ich weiss alles was diese Frau zusammen gebracht hat in den vierzig Jahren, in denen ich hier in Grieskirchen mit ihr zusammenleben muss. FĂŒr mich ist sie Luft! Dieser böse Mensch hat zu der geistlichen Schwester gesagt, dass sie keinen Sohn hat. Ihr Sohn heiße Heinz. Bei vollem Bewusstsein! Heilige Mutter Gottes, wie kann sich nur mein eigener Sohn, mein eigen Fleisch und Blut von uns, seinen geliebten Eltern, die alles taten was nur möglich war, abwenden? Heinz, da du nicht mehr mit uns sprichst, vielleicht hörst du auf die Gottesmutter, die dir sagen wird was wir dir zu sagen haben. Wir, deine Eltern sind zur Erkenntnis gekommen, dass es ja nur deine Unwissenheit ĂŒber unser Leben sein kann, denn anders können wir uns dein böswilliges, haß- und wuterfĂŒlltes Verhalten uns gegenĂŒber nicht erklĂ€ren. Wir sind so enttĂ€uscht von dir. Heilige Mutter Gottes, nicht um die Zukunft unserer Tochter sorge ich mich, es ist unser Sohn Heinz, der, selbst wenn wir, seine liebenden Eltern auf dem Boden liegen, noch ĂŒber uns hinwegsteigen und hinabspucken wĂŒrde. Unseren einzigen Sohn hat dieser Mensch Oma böse gemacht und ihm immer Geld gegeben, damit er ganz ihr gehört. Da er in der Fremde war, so wollte sie alles fĂŒr ihre grosse Liebe, Heinz, tun. Liebe hat sie mit Geld gekauft und er wurde dadurch von ihr abhĂ€ngig. Was wir sehr traurig finden ist, dass er zu solchen Leuten Vertrauen hat! Liebe Mutter Gottes, die du bist im Himmel, erhöre mich und hilf mir in meiner großen Not und Verzweiflung!

Ein junges blondes MÀdchen mit geflochtenen Zöpfen tritt einen Schritt vor.

GUK: Liebe Jungfrau Maria, die wir dich so gerne haben. Bitte hilf uns Kindern in der Schule, damit wir alles lernen und gute Noten bekommen, weil dann Mutti und Vati glĂŒcklich sind. Wir danken dir, dass wir so gute Eltern haben, die uns lieben und immer fĂŒr uns sorgen.

GG: Maria erhöre uns!

Frau B.: Dankbarkeit meines Sohnes den leiblichen Eltern gegenĂŒber, das liebe Mutter Gottes erbitte ich mir von dir. Wir haben unseren Kindern immer einen anstĂ€ndigen Weg vorgelebt mit Fleiß und AnstĂ€ndigkeit. Wir haben als Eltern nicht alles richtig gemacht, aber doch ihnen viel Gutes mitgegeben. Und ich bin meinen Eltern auch sehr dankbar, dass wir anstĂ€ndige Menschen geworden sind. Wir sind aber glĂŒcklich, denn der Beweis ist unsere geliebte Tochter, die mit wenig UnterstĂŒtzung glĂŒcklich ihren Weg gemacht hat. Wir sind froh sie dazuhaben und sie wĂŒrde nie ein böses Wort uns gegenĂŒber fallen lassen. Und von ihr erhalten wir sehr viel WertschĂ€tzung, das heißt Anerkennung und Dank. Aber unser Sohn, der Heinz, der hat keine Achtung vor seinen Eltern. Es gibt keinen Gruss, kein Danke, keine GlĂŒckwĂŒnsche. Er weiss nicht was es heisst Familie und Kinder zu haben. Es ist traurig, wie wenig Vertrauen er zu seiner Mutter hat. Unser Sohn der ein Homosexualer geworden ist, macht uns, seine Eltern, fĂŒr sein selbst ausgesuchtes Leben verantwortlich. Er wollte diesen Weg gehen und wir haben ihn nicht gehindert. Er hat uns sehr enttĂ€uscht, aber wir haben es respektiert und ließen ihn seinen Weg gehen. Heilige Jungfrau Maria voll der Gnade, ich bitte dich und sei es nur ein letztes Mal bevor ich sterbe, bitte mach dass Heinz erkennt, was wir, als liebende Eltern, nicht alles fĂŒr ihn getan haben und dass er uns dafĂŒr dankt. Denn nichts bedeutet mir mehr in meinem Leben, als zu Wissen dass mich meine Kinder so verehren, wie ich meine eigenen Eltern verehrt habe. Ich bitte dich Heilige Jungfrau Maria erbarme dich unser.

Pfarrer Gmainer tritt nun selbst an das Microphone um die letzte FĂŒrbitte zu sprechen.

Pfarrer: Mutter Gottes, gebenedeit du bist unter den Frauen, erhöre unsere Bitten. Gib der hier versammelten Gemeinschaft der GlĂ€ubigen die Kraft und den Mut allen StĂŒrmen des Lebens zu trotzen und voranzugehen im Kampf gegen SĂŒnde und Tod. Gib uns die Kraft, stark zu sein wie ein Felsen, um allen Angriffen, derer, die nicht deine Herrlichkeit in ihren Herzen spĂŒren, standzuhalten. Gib uns das Vertrauen, all unser Tun in deine HĂ€nde zu legen und deinen Willen zu vollbringen. Amen.

Frau B.: Und ich bitte dich Mutter Gottes, geliebte Jungfrau im Himmel, erlöse diesen Menschen Oma von ihrer Boshaftigkeit und nimm ihn auf, sei es im Himmel oder in der Hölle. Ich erbitte ihren Heimgang bei Gott. Alle zwei Tage werde ich zu dir in der Kirche beten, dass du sie zu dir nimmst. Sie soll nicht leiden sondern nur schnell einschlafen und selbst wenn es zu Heiligen Abend ist. Das erbitte ich von dir Heilige Jungfrau Maria. Amen

GG, Pfarrer: Amen

Author: freakingcat
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