• hans der hans des woar a brutaler. der hod sei eigane frau gschlogn. hod se obegrennt üba de stiagn a. de hod si moi den oarm brochn. hod as üba de köllastiagn obegrennt. und don hod er hoid den dokta oagruafn den engl. den hobn mia ghobt ois hausoarzt und won ma vom Hans irgendwos oangfongan […]
  • Vom Leben und Sterben der Trauner Aus dem Dunkel der Zeit ins geschriebene Wort kommt Wolfgangen Trauner an den Ort zu Fusse des Hügels der einst die verfallene Burg Chapellen trug. Ein kleines Gotteshaus anbei, was kapella heißt. Capella zu Chapellen, aus Kappeln Kaipling und Kappellenn zu Khapelln, dann Cappeln, Khappelen zu Capell und Capeln zu Capellen, ein Kappeln das dann […]
  • Buchauszug “Der Verlust der Schwerkraft” Der Himmel das war die Küche meiner Großmutter. Der einzige Ort, an dem das Kind sich sicher wähnte und wohin es flüchtete, wenn Sturmwolken aufzogen im Haus nebenan, im Haus der Eltern. Der Himmel das waren die Semmelknödel, die ihre, von Altersflecken übersähten Hände und von der Gicht gekrümmten Fingern, zu köstlich flauschigen Bällen rollten, […]
  • Himmel Der Himmel das war die Küche meiner Großmutter. Der einzige Ort, an dem das Kind sicher war und wohin es flüchtete, wenn Sturmwolken aufzogen im Haus nebenan, im Haus der Eltern. Der Himmel das waren die Semmelknödel, die ihre, von Altersflecken übersähten Hände und von der Gicht gekrümmten Fingern, zu köstlich flauschigen Bällen rollten, die […]
  • Der Heimatvertriebene Zurück kam ich in eine Heimat, die niemals meine eigene war, von der Familie ins Exil getrieben, kehrte ich wieder, doch nur als Wort, als Stimme eines Heimatvertriebenen, der mit den Augen eines Fremden all das wahrnimmt, das durch die blinde Gehorsamstradition einer Kleinstadt, in Kellern und Archiven im Schweigen der Zeit in Ketten lag
  • Nebel der Tage Einem wortlosen Kinderspiel gleich, hüllte ihn der Nebel seiner Krankheit— morbus Alzheimer— ein, immer dichter und undurchdringlicher, wusch die lebenslange Qual unerträglicher Gedanken von seiner Seele und ließ ihn zurück in der Unschuld eines geistlosen Seins.
  • All dies All dies, mein Schreiben, ist eine Durchdringung in mich selbst, eine Er-fahrung über die Grenzen meines eigenen Seins durch das Wort, das sich gegen das Vergessen im Strom der Zeit stemmt. Eine Ver-rückung meiner Existenz, das Verweigern des Gehorsams und die Zertrümmerung eurer langweiligen, banalen Konformität. Ich atme, weil ich schreibe. Ich lebe, weil Wahrheit […]
  • Die Hochzeit zu Buchkirchen 400 Jahre langes Nachschlagen im Buchkirchner Kirchenbuch hatte den Einband aus gewachstem Schweinsleder, von den, mit feingedrehten Hanfschnüren gebündelten, handgeschöpften Flachsblättern, die dem Leseunkundigen ihre Geheimnisse verbargen, abgelöst. Nur rußtintengeschwärzte Pfarrersdaumen und ölig-schmutzige Gsellpriesterhände durften es berühren und hinterließen den Abdruck ihrer Zeitlichkeit auf der rechten unteren Ecke des Deckblatts. Auf dem Vorderschnitt entdecke ich […]
  • Die verlorene Zeit Weihnachten wird nicht mehr erlebt, es wird erlitten! Die Tage vor Weihnachten rollen immer schneller auf uns zu. Niemand scheint mehr Zeit zu haben. Zeit, aufgesogen in hektischer Jagd nach einem „passenden“ Geschenk, man will sich ja nicht blamieren. Keine Zeit, um sich auf die Festtage vorzubereiten. Bald schon müssen wieder Kindermäuler mit Vanillekipferln gestopft […]
  • Die Illusion der Perfektion einer Familie Vielleicht will ich gar nicht alles verstehen, denn schon der Versuch, es zu verstehen, würde ein Eingestehen sein und Eingestehen, kann ich nur etwas, dessen Existenz ich nicht bestreite oder zu dem ich mich durchringe, anzunehmen, dass es existiert. Dies widerspricht meiner Natur zutiefst. Dagegen verwehre ich mich vehement.