Die Krone einer ungeheuren Welle zeitloser Traumzeit hob mich auf und lud mich zu einem Ritt hoch oben auf dem Wellenkamm einer zartsinnigen Welt inneren Seins. Gischtend brach sie unter stürzendem Getose, ich fiel und gab mich hin der tosenden Gewalt ihrer Geströme, umhergewirbelt, eingetaucht und hineingesogen in die schäumende Unermesslichkeit ihrer unbändigen Natur. Dann erst gab sie mich frei, ergoss sich mit mir über den Strand, meine nackten Füsse versinken im Sand, umspült und liebkost die Erkenntnis einer ewigen Offenbarung: frei zu sein als Mensch. Als ob die Schwerkraft sich verloren hätte, schwerelos im zeitlosen Augenblick reinen Seins— gedankenlos schwebend— losgelöst und mit verklärtem Blick einer stürmisch brausend ruhigen See die Unendlichkeit schauend. Grenzenlos verschmelze ich im Horizont der Liebe, koste das Wunder meiner Glückseligkeit am Ende einer langen Reise, fernab, allüberall und nirgendwo. Nichts gibt es mehr das mich nun halten kann.

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